Wie du dein Kind unterstützen kannst

Sicher hast du schon etliche Tipps gelesen, was du alles für dein Kind tun kannst, wenn es Probleme beim Lernen hat. Es gibt wirklich unzählige Ratschläge, was man alles tun, sagen, vermeiden und sogar unbedingt haben muss.

Das heißt jetzt nicht, dass ich das alles schlechtreden will, aber ich sehe, dass diese Informationsüberflutung uns Mütter auch verunsichert, unter Druck setzt und vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen erzeugt, nicht alles Erdenkliche für sein Kind zu tun.

In so einem Fall kann es sehr hilfreich sein, sich zunächst einmal auf das Wesentliche zu konzentrieren. Danach können bei Bedarf immer noch weitere Ratschläge dazu genommen werden.

Deshalb habe ich für dich die Tipps zusammgestellt, die meiner Meinung nach am hilfreichsten sind und auch vom EÖDL (Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie) empfohlen werden.

 

1. Suche Kontakt zu den Lehrern

Lehrer sind deine wichtigste Kontaktperson. Dein Kind verbringt von während der Arbeitswoche mindestens den ganzen Vormittag mit ihnen. Deshalb ist es wichtig, das Gespräch zu suchen und gemeinsam die weitere Vorgehensweise festzulegen. Dies kann den Schulalltag maßgeblich erleichtern und dafür sorgen, dass der Selbstwert und die Motivation deines Kindes erhalten bleibt.

 

2. Gib deinem Kind bedingungslosen Rückhalt

Habe Verständnis für die Schwierigkeiten deines Kindes. Legasthenie ist angeboren und nicht von deinem Kind verursacht. Es ist so schwer genug, den Schulalltag zu bewältigen. Wie fühlst du dich, wenn du den halben Tag mit Dingen verbringen musst, die dir zumindest teilweise sehr schwer fallen?

 

3. Wichtigkeit des Lernens ansprechen

Mache trotz allem deinem Kind klar, dass Lesen, Schreiben und Rechnen enorm wichtig für sein späteres Leben ist. Legasthenie oder Dyskalkulie zu haben bedeutet nicht aufzugeben. Sich kleine, realistische Ziele setzen ist immer möglich.

 

4. Bleibe geduldig

Gerade legasthene/dyskalkule Kinder brauchen oft viel Zeit, bis sich endlich Lernfortschritte zeigen. Bleibe geduldig. Alles was du für dein Kind tust, zeigt irgendwann einmal Wirkung. Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht.

 

5. Lob

Lobe dein Kind. Und zwar für die Anstrengungen, nicht so sehr für die Resultate. Wenn es sich gründlich auf eine Schularbeit vorbereitet und sein Bestes gibt, dann lobe es dafür. Nicht für die Schularbeitsnote. Selbst wenn die Arbeit gut ausgefallen ist, sollte die Note nicht im Vordergrund stehen.

 

 

6. Geborgenheit und Liebe

Für mich der „schönste“ Tipp. Immer wieder dem Kind durch Zuwendung zeigen, dass man es liebt, egal was es tut, stärkt seinen Selbstwert. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass man ihm alles durchgehen lässt. Klare Grenzen setzen, aber dem Kind trotzdem zeigen, dass man es liebhat, ist kein Widerspruch.

 

Das waren jetzt ein paar Vorschläge von mir, die dir helfen können. Und wenn du im Moment gar keine Zeit hast oder die Nerven blank liegen, dann lasse den ganzen Text beiseite und schau einfach, was dein Kind im Moment braucht. Jedes Kind braucht die individuelle Begleitung von uns Müttern. Wenn wir uns einfach auf seine Bedürfnisse einlassen, wird es schon viel leichter.

Alles Liebe,

Nina

 

 

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